Friedrich Jaecker: paradis


Friedrich Jaecker: paradis

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  • paradis (2013) für zwei Klaviere
  • Harry’s Dream (2012) für 33 Gläser und Stimmen
  • Bagatellen & Studien (2000–2012) für Klavier

In einem fiktiven Traum lässt uns Cicero von der Milchstraße aus – als dem Wohnsitz der entkörperten Seelen – auf die kreisenden Planeten blicken und die dadurch entstehende Sphärenharmonie hören. Auch die Ideenwelt des amerikanischen Komponisten Harry Partch geht geht bis auf Anschauungen der Antike zurück. Er erfand ein System der reinen Stimmung, das auch „Harry’s Dream“ zugrundeliegt. Dreiunddreißig Musikerinnen und Musiker spielen jeweils einen einzelnen Ton auf einem centgenau eingestimmten Weinglas. So bilden sie zusammen ein Super-Instrument, dessen Klänge sich um den Zuhörer bewegen, dichter und wieder transparenter werden, sich beschleunigen und wieder verlangsamen. Durch gelegentliches Mitsummen oder -singen wird der Klang gefärbt und verdichtet. Die kosmische Thematik von „Harry’s Dream“, die reine Stimmung und das ungewöhnliche Instrumentarium stehen im größten Gegensatz zur Intimität der Werke für Klavier, dem klassischen Instrument der temperierten Stimmung. In „paradis“ vereinen sich zwei Klaviere zu einem fragilen Klangbild, in dem auch die Klopfgeräusche der Klavierhämmer ein zentrales Klangelement bilden. Nur an zwei Stellen blüht der Klavierklang für einen Moment auf. Es bleibt das Nachbild einer Schönheit zurück, von der man nicht sicher sein kann, ob es sie wirklich gegeben hat.

 

 

 

 

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